Antidepressiva

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Antidepressiva

 

Auf einen Blick:

Als Antidepressiva werden Medikamente bezeichnet, die bei unterschiedlichsten psychologischen Störungen therapiebegleitend oder rein therapeutisch eingesetzt werden können. Am häufigsten werden die Antidepressiva zur Behandlung von Depressionen verabreicht, darüber hinaus werden sie auch zur Therapie von Panikattacken, Angst- und phobischen Störungen, Essstörungen, Schlafstörungen oder Posttraumatischen Belastungsstörungen, aber auch bei chronischen Schmerzen, Zwangsstörungen, Symptomen, die bei einem Entzug auftreten können sowie zur Behandlung des prämenstruell-dysphorischen Syndroms eingesetzt. Im Jahr 2009 waren Antidepressiva in der Bundesrepublik Deutschland die am meisten verordnete Psychopharmaka. Die definierte Tagesdosis lag in diesem Jahr bei einer Milliarde.

Die Wirkung von Antidepressiva

Die meisten der Antidepressiva wirken in erster Linie auf die Symptome einer Depression. Häufig werden dazu Antidepressiva mit stimmungsaufhellender Wirkung eingesetzt, dabei ist die Ursache der Depression für den entsprechenden Einsatz zunächst nicht ausschlaggebend. Darüber hinaus unterscheidet man in weitere Wirkungsbereiche der verschiedenen Antidepressiva. Die häufigsten Wirkungen, die mit Antidepressiva neben einer Stimmungsaufhellung bedingt werden sollen, sind die Antriebssteigerung, die Antriebsdämpfung, die Beruhigung und die Lösung von Ängsten, dazu werden je nach Depressionsprofil antriebsneutrale Antidepressiva verabreicht.

Der Einsatz der Wirkung kann dabei jedoch bis zu einige Wochen bei kontinuierlicher Einnahme in Anspruch nehmen. Ursache dafür ist die Wirkung der Psychopharmaka auf das neurophysiologische Gewebe des Gehirns, das sich zunächst an die Antidepressiva anpassen muss. Die Anpassung erfolgt beispielsweise durch eine Veränderung der Anzahl der Rezeptoren und deren Häufigkeit.

Können Antidepressiva statt einer Psychotherapie eingesetzt werden?

Ganz grundsätzlich ist das zwar denkbar, aber sie ersetzen diese nicht. In manchen Fällen werden die Antidepressiva jedoch gewissermaßen vorbereitend eingesetzt. Nur durch ihre regelmäßige Einnahme wird eine Psychotherapie in solchen Fällen erst möglich. Die Regel der Behandlung ist jedoch, dass Psychotherapie und Antidepressiva einander ergänzend und somit gemeinsam zur Behandlung von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Die Nebenwirkungen von Antidepressiva

Wie nahezu alle Medikamente können auch bei diesen Psychopharmaka, bzw. deren Einnahme, negative Begleiterscheinungen auftreten. Grundsätzlich kann jedoch nicht gesagt werden, dass alle Antidepressiva sich gleichermaßen negativ auswirken können. Die Nebenwirkungen hängen von der Art der Inhaltsstoffe, der Dosierung sowie auch vom Patienten selbst aus. Von den Nebenwirkungen können beispielsweise in unterschiedlicher Art das Herz-Kreislauf-System, das Nervensystem oder auch die Sexualität betroffen sein.

Häufig treten unerwünschte Wirkungen auch erst nach dem Absetzen der Antidepressiva ein. Die Rezeptoren im Gehirn müssen sich dann erneut umformieren und es kann zu einem so genannten Rebound kommen. Dabei verfallen die Patienten sehr rasch in den Zustand zurück, der vor der Medikamentierung herrschte. Häufig kann das Ausmaß der Erkrankung dann sogar noch schlimmer ist. Aus diesem Grund wird das Absetzen der Antidepressiva vom behandelnden Arzt/Therapeuten begleitet und in der Regel schrittweise mit einer Reduzierung der Dosis vollzogen.

Antidepressiva Liste

 

Auf einen Blick:

Eine Antidepressiva Liste lässt sich nach verschiedenen Kriterien erstellen. So kann die Antidepressiva Liste ganz klassisch verschiedene Medikamente und deren Namen anführen. Darüber hinaus können aber auch grundlegende Listen erstellt werden, die zunächst die Arten der verschiedenen Antidepressiva und deren Wirkungsweisen unterscheiden. Schließlich kann auch eine Antidepressiva Liste erstellt, bzw. eingesehen werden, die mögliche Nebenwirkungen listet. Im Folgenden werden verschiedene Antidepressiva Listen angeführt, die sich entsprechend dieser Einführung mit unterschiedlichen Schwerpunkten befassen, so etwa auch zu den Antidepressiva Nebenwirkungen..

Antidepressiva Liste – Kategorisierung

Trizyklische Antidepressiva

Sie sind in dreifacher Ringstruktur aufgebaut und werden in drei-, bzw. vier Grundtypen unterschieden:

  • Amittiptylin-Typ: beruhigend
  • Imipramin-Typ: stimmungsaufhellend
  • Despiramin-Typ: wachmachend, antriebssteigernd

bzw.:

  • Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (wirkstoff: Clomipramin)
  • Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (Wirkstoffe: Despiramin, Lofepramin, Nortriptylin, Maprotilin)
  • Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (Wirkstoffe: Amitriptylin, Dibenzepin, Doyepin, Imipramin)
  • Typen mit andersartigen/ungesicherten Wirkmechanismen (Wirstoff: Trimipramin)

Antidepressiva  Nebenwirkungen zu dieser Antidepressiva Liste werden am Schluss des Artikels angeführt.

Selektive Wiederaufnahmehemmer

Sie hemmen gezielt verschiedene Rezeptoren und damit die Aufnahme unterschiedlicher Botenstoffe, dazu zählen etwa die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die zu den am häufigsten verabreichten Antidepressiva zählen. Aber auch die Aufnahme von Dopamin oder Noradenranlin kann gehemmt werden. Zu den Wirkstoffen zählen unter anderem:

Fluvoxamin, Fluoxetin, Citalopram, Sertralin, Viloxazin, Reboxetin, Duloxetin, Bupropin, Amineptin und weitere.

Andere Antidepressiva

Darüber hinaus kennt die Antidepressiva Liste der Kategorien-Einteilung eine Vielzahl an anderen Medikamenten, die alle eine spezielle Aufgabe erfüllen, bzw. sich gezielt auf bestimmte Rezeptoren auswirken. Dazu zählen beispielsweise dual-synaptische Antidepressiva, MAO-Hemmer oder auch Serotonin- und Melatonin-Antagonisten.

Alternative Antidpressiva

Zur Vervollständigung der Antidepressiva Liste sollte auch alternative Mittel, wie etwa die pflanzlichen Phytopharmaka oder auch die Phasenprophylaktika mit antidepressiver Wirkung, zu denen etwa Lithium zählt, genannt werden.

Antidepressiva Liste der bekanntesten Medikamente:

Klassische Antidepressiva ohne Patentschutz:

z.B.:

  • Saroten (Wirkstoff: Amitriptylin)
  • Aponal (Wirkstoff: Doxepin)
  • Nortrilen (Wirkstoff: Nortriptylin)
  • Stangyl (Wirkstoff: Trimipramin)
  • Ludiomil (Wirkstoff: Maprotilin)
  • Thombran (Wirkstoff: Trazodon)
  • Aurorix (Wirkstoff: Moclobemid)

Moderne Antidepressiva ohne Patentschutz:

z.B.:

  • Remergil (Wirkstoff: Mirtazapin)
  • Trevilor ret. (Wirkstoff: Venlafaxin)
  • Cipramil (Wirkstoff: Citalopram)
  • Fluctin (Wirkstoff: Fluoxetin)
  • Seroxat (Wirkstoff: Paroxetin)
  • Zoloft (Wirkstoff: Sertralin)

Patentgeschützte Antidepressiva:

z.B.:

  • Cipralex Lundbeck (Wirkstoff: Escitalopram)
  • Cymbalta Lilly (Wirkstoff: Duloxetin)

Liste der Antidepressiva Nebenwirkungen

Die Antidepressiva Nebenwirkungen, die auftreten können, hängen gänzlich vom Wirkstoff, der Dosierung aber auch vom Patienten selbst ab. Nicht alle Antidepressiva Nebenwirkungen müssen auftreten – und in manchen Fällen treten sie mehr oder weniger stark auf.

Zu den Antidepressiva Nebenwirkungen der Trizyklika zählen beispielsweise:

  • Sehstörungen
  • Kreislaufstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Vergiftungen
  • Mundtrockenheit

Generell kann jedoch gesagt werden, dass die Antidepressiva Nebenwirkungen in starkem Maß von der jeweiligen Substanz abhängen. Zu den Antidepressiva Nebenwirkungen zählt grundsätzlich keine Abhängigkeit, wenngleich ein so genannter Rebound, also ein Rückfall in die Erkrankung mit gegebenenfalls verstärkten Symptomen nach Absetzen der Medikamente, zu den Antidepressiva Nebenwirkungen gezählt werden kann.