Facial Feedback

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Welche Folgen hat unser eigener Gesichtsausdruck für uns selbst? Im Rahmen der Selbstwahrnehmungstheorie wurde die Facial Feedback Hypothese entworfen, die besagt, daß Veränderungen im Gesichtsausdruck zu gleichen Veränderungen im subjektivem Emotionsempfinden führen können. Tatsächlich zeigt dies ein Versuch von James Laird (1974:

Er sagte den Vpn, daß sie an einem Experiment zur Gesichtsmuskelaktivität teilnehmen würden. Es gab zwei Gruppen: a) sollte immer lächeln b) sollte finster blicken.

Wie vorher gesagt fand Gruppe a) die gezeigten Cartoons witziger. Dies wurde auch mit Angst, Wut, Trauer und Ekel versucht. Die Ergebnisse können aus zwei Gründen nicht so einfach als bestätigt angesehen werden:

  • Nicht alle Forschungsergebnisse bestätigen die Facial-Feedback-Hypothese.
  • Es ist nicht klar was die vorliegenden Resultate besagen.

Nach Laird beeinflußt der Gesichtsausdruck die Emotionen durch einen Prozess der Selbstwahrnehmung: Ich lächle also muß ich glücklich sein. Nach Izard (1990) kommen die emotionalen Änderungen durch physiologische Veränderungen im Gehirn zustande. Zajonc z.B. fand, daß Lächeln bestimmte Gesichtsmuskeln benötigt, die wiederum kühlenden Blutfluß im Gehirn steigern, was eine angenehme niedrigere Gehirntemperatur zur Folge hat. Ein sorgenvolles Gesicht bewirkt genau das Gegenteil. Bei Versuchen in denen er die Vpn verschiedene Vokale sprechen ließ (1 x solche, die in der Mimik eher einem Lächeln entsprachen/ 1 x solche, die einen eher sorgenvoll aussehen ließen) zeigte sich auch dieser Temperatureffekt. Strack et al. (1988) ließ seine Vpn einen Stift einmal mit den Lippen (sorgenvolles Gesicht) und einmal mit den Zähnen (lächelndes Gesicht) halten. Die in der Zahngruppe fanden die dargebotenen Cartoons lustiger. Es scheint also, daß die Gesichtsmuskelaktivität Emotionen auch ohne die Selbstwahrnehmung der entsprechenden Person beeinflussen kann.