Klinische Psychologie

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Klinische Psychologie – Wir wird sie angewendet

 

Auf einen Blick:

Die Klinische Psychologie ist ein Teilgebiet der Allgemeinen Psychologie. Sie untersucht wissenschaftlich verschiedene Ursachen, die einer psychischen Störung zugrunde liegen können. Darüber hinaus untersucht die Klinische Psychologie die Auswirkungen von psychologischen Störungen, neurologischen – und anderen Erkrankungen auf das Verhalten von Betroffenen sowie auf deren Wahrnehmung (sowohl auf die Wahrnehmung der Erkrankung als auch auf eine etwaig veränderte Wahrnehmung der Umwelt). Noch Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Klinische Psychologie als Methoden der Diagnostik und Therapie bezeichnet, sowie sie in einer Klinik/während einer Behandlung im Krankenhaus anwendbar sind. Heute geht die Definition der Klinischen Psychologie weit über diese Vorstellung hinaus und beschäftigt sich wissenschaftlich mit dem Entstehen von psychischen Störungen sowie mit deren etwaigen Auswirkungen.

Grundlagen psychischer Störungen in der Klinischen Psychologie

Die Grundlagen psychischer Störungen, mit denen sich die Klinische Psychologie beschäftigt, können biologischer, sozialer, entwicklungsbezogener, verhaltensbezogener, kognitiver oder auch emotionaler Natur sein. Somit deckt die Klinische Psychologie ein extrem weiters Feld der Ursachenforschung von psychologischen Erkrankungen ab.

Das Forschungsfeld der Klinischen Psychologie

Die wissenschaftliche Arbeit der Klinischen Psychologie bezieht sich zum einen auf die genannten Felder. Darüber hinaus zählt es zu den Aufgaben der Psychologen, Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung zu erschließen, Wirkungsbedingungen zu untersuchen sowie deren Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von betroffenen zu durchleuchten. Die Psychologen stellen diese Zusammenhänge in Form von Diagnosen dar und leiten daraus sowohl Erklärungen als auch Prognosen ab. Schließlich werden ausgehend davon in der Klinischen Psychologie auch Möglichkeiten der Intervention entwickelt und letztlich eingesetzt.

Das Forschungsfeld verbindet dabei theoretische, wissenschaftliche Untersuchungen einerseits mit praktischen Interventionen und Therapieansätzen andererseits.

Darüber hinaus umfasst das Aufgabengebiet der Klinischen Psychologie auch Methoden und System der Diagnostik, Methoden und Systeme der (ICD-10- oder DSM-IV-)Klassifikation, Methoden und System psychologischer/psychoanalytischer Behandlungen, Prävention und auch die Rehabilitation. Das Forschungs- und Aufgabenfeld der Klinischen Psychologie ist somit so extrem weit gefächert wie in kaum einer anderen Teildisziplin der Psychologie.

Primärfunktion und Schnittmengen mit anderen Disziplinen

Auch wenn das Feld der Klinischen Psychologie sehr breit gefächert ist, so versteht man darunter dennoch primär die Grundlagenforschung. Dabei möchte man anhand psychischer Störungen Rückschlüsse auf eine „normale“ Funktionsweise ziehen können.

Die Klinische Psychologie kennt darüber hinaus jedoch auch viele Teilgebiete und überschneidet sich in vielen Punkten mit anderen Disziplinen. So gehören die Klinische Neuropsychologie und die Klinische Kinder- und Jugendpsychologie zu ihren Teilgebieten, während sie sich mit der Gesundheits- sowie der Arbeits- und Organisationspsychologie in verschiedenen Punkten und theoretischen Ansätzen überschneidet.