Mobbing

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Mobbing – Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing am Arbeitsplatz ist ein seit vielen Jahren viel diskutiertes Thema, obwohl diese Problematik schon immer existiert hat. Das Wort Mob stammt aus dem Englischen und heißt eine spontane, zu Schandtaten bereite Zusammenrottung, und „to mob” bedeutet anpöbeln, jemanden attackieren, auch angreifen. Die bisher benutzte Begriffe sind, unter anderen Psychoterror, Intrigen und Schikanen. Nicht aller Ärger oder Reibereien am Arbeitsplatz bedeuten aber Mobbing. Solange es bei einzelnen Ausrutschern und einmaligen Kränkungen bleibt, kann von Mobbing nicht die Rede sein. In diesem Fall spricht man von normalen Argernissen. Einzelne Konflikte, Reibereien und Spannungen sind im Arbeitsleben unvermeidlich und haben mit gezielten Psychoterror noch nichts zu tun. Von Mobbing spricht die Arbeitswissenschaft erst dann, wenn die Angriffe auf eine Person keine Ausnahme mehr sind, sondern systematisch und über lange Zeiträume hinweg erfolgen. Die Mobbinghandlungen können sich sowohl im sozialen Kontakt als auch auf der Arbeitsebene befinden. Die einzelnen Mobbingangriffe finden in folgenden Aktionsbereiche statt:

– Kommunikation: der Person wird Kontakt verweigert; sie wird lächerlich gemacht; etc.

• Soziales Ansehen: hier wird eine bestimmte Person aus dem sozialen Geschehen ausgegrenzt und zunehmend isoliert.

• Fachliches Ansehen: ihre Kompetenz und fachliches Ansehen werden demontiert.

• Arbeitsbereiche: oft werden Verschlechterungen forciert.
Mobbingphasen

l. Phase:

ungelöste Konflikte Schuldzuweisungen persönliche Angriffe

2. Phase: systematische Schikane Verweigerung einer Klärung zunehmende Isolation

3. Phase: • betriebliche Fehlentscheidungen, z.B. Abmahnung auf Grund der Fehlzeiten • unterbleibenden Schutzmaßnahmen 4. Phase: • Ausschluss aus der Arbeitswelt (z.B. Eigenkündigung, langfristige Krankschreibungen, Frühpensionierung. Was ist gegen Mobbing zu tun? Die Prävention gegen Mobbing spielt eine große Rolle. Außerdem können andere Strategien zwischen Arbeitskolleginnen verwendet werden, um die Kommunikation zu fördern und Konflikte zu lösen, wie: • Betroffene Personen ansprechen, • Ihnen raten, sich Hilfe zu holen; • emotionale Unterstützung anbieten; • Intrigen nicht unterstützen; • Partei für betroffene Person ergreifen; • Opfer über Gerede und Gerüchte informieren. Eine andere Maßnahme zu ergreifen, wäre die Aufklärung, in der sowohl die Betroffenen als auch die gesamte Belegschaft der Firma sich informieren können, was Mobbing für die Firma bedeutet, welche Probleme und Folgen es mit sich bringen kann, Seminare und Arbeitsgruppen können hiermit helfen. Trotz Präventionsmaßnahmen können aber immer noch Mobbinganfalle auftreten. Wenn es der Fall ist, ist das Aufsuchen eine Beratung empfehlenswert. Diese kann sowohl in der Firma als auch außerhalb stattfinden. (Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen).