Verhaltensstörungen

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Unter Verhalten wird die Gesamtheit menschlicher Aktivitäten,  im Wechselspiel zwischen Organismus und Umwelt generiert, und von einfachen Reaktionen auf Reize bis zu willentlichen, umweltverändernden Handlungen verstanden. Unter Verhaltensstörungen wird nach Myschker ein von zeit- und kulturspezifischen Erwartungsnormen abweichendes maladaptives (beziehungsmotivisches) Verhalten (organogen und/oder milieuraktiv bedingt) bezeichnet. Dieses Verhalten kann wegen Mehrdimensionalität, Häufigkeit des Schweregrades die Entwicklungs-, Lern- und Arbeitsfähigkeit sowie das Interaktionsgeschehen in Umwelt beeinträchtigen und ohne besondere pädagogisch-therapeutische Hilfe kaum überwunden werden. Es wird dabei in pädagogische z.B. Erziehungsschwierigkeiten, medizinisch-psychologische (Neurosen, Psychosen) sowie juristische (Verwahrlosung, seelische Behinderung) Verhaltensstörungen unterschieden (Vgl. Myschker, Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, 3. Auflage, S. 41).