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Eheberater – Paaren helfen um zu lernen besser zu kommunizieren: Der Begriff der Eheberatung wird in den meisten Fällen synonym zu denen der Paartherapie oder -beratung verwendet. Wissenschaftler differenzieren zwar zwischen den verschiedenen Ansätzen und Methoden, im allgemeinen Sprachgebrauch fand jedoch eine Verschmelzung der Begriffe statt, so dass Eheberatung heute meist das gleiche meint wie Paartherapie oder Paarberatung. Zentral bei der Eheberatung ist jedoch, dass es sich dabei tatsächlich in der Regel nur um eine Beratung handelt, die keinem heilkundlichen Anspruch unterliegt, bzw. an die kein solcher Anspruch gestellt werden darf. Nur dann, wenn die Eheberatung von einem Psychotherapeuten (oder Arzt oder Heilpraktiker) durchgeführt wird, besteht die Möglichkeit, auch über etwaige psychische Erkrankungen Diagnosen zu stellen und eine passende Therapie einzuleiten. Der Eheberater wendet sich in erster Linie in den jeweiligen Sitzungen an beide Partner, gegebenenfalls können jedoch auch Einzelsitzungen abgehalten werden, sofern das der Konfliktlösung zuträglich ist.

Wer darf eine Eheberatung anbieten?

Eine Eheberatung darf grundsätzlich von Psychotherapeuten, psychologischen Beratern, aber auch von Sozialpädagogen und Seelsorgern angeboten werden. Es gibt Weiterbildungen speziell zum Eheberater.

Voraussetzungen für den Besuch bei einer Eheberatung

Eheberater setzen voraus, dass die Ratsuchenden einige Kriterien erfüllen, die zu einem Erfolg der Beratung beitragen sollen. Dazu zählt, dass beide Partner sich darüber im Klaren sind, dass ein Konflikt niemals als die Schuld von nur einem Ehepartner betrachtet wird. Vielmehr handelt es sich um ein Geflecht aus verschiedenen bewussten oder unbewussten Faktoren, das es zu entwirren gilt. Gleichzeitig sollten beide Partner den Beratenden anerkennen und zur Eheberatung bereit sein. Eine ablehnende Haltung verhindert nicht nur den Beratungserfolg, sondern kann den Konflikt innerhalb der Ehe sogar noch vertiefen.

Welcher Methoden bedient sich der Eheberater?

Die wahrscheinlich wichtigste Methode, die in der Eheberatung zum Einsatz kommt, ist die Gesprächsführung, die dabei bestimmten psychologischen Richtlinien unterliegen kann. Daneben gehören auch die Meditation, das Durchführen von Rollenspielen sowie das Kommunikationstraining zu den Techniken, denen sich die Berater bedienen. Zunächst wird jedoch eine Ausgangssituation geschaffen, mit der beide Ehepartner einverstanden sind und die dazu dienen soll, dass beide ihre Ängste, Bedürfnisse, Ärgernisse u.Ä. zum Ausdruck bringen können. Diese Ausgangssituation bildet dann die Grundlage für die weitere Vorgehensweise.

Ziele der Eheberatung

Das übergeordnete Ziel der Eheberatung ist es, den Partner und auch die eigene Persönlichkeit neu kennenzulernen, bzw. aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Selbstverständlich soll dem Paar dabei auch vermittelt werden, wie es bestehende Konflikte überwinden – und mit zukünftigen Problemen umgehen kann, ohne dass die Ehe bedroht wäre. Darüber hinaus gehören ein Zugewinn an Toleranz, Nähe und Flexibilität sowie das Erschaffen einer neuen Basis, auf der die Ehe bestehen kann, zu den Zielen der Eheberatung.

Andererseits ist es nicht Ziel der Beratung, das Paar darin zu unterrichten, wie eine Ehe genau geführt werden sollte. Stattdessen sollen grundlegende Beziehungskompetenzen vermittelt werden.