Hochsensible Menschen in der Psychotherapie – Elaine N. Aron – Junfermann Verlag – Rezension

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Elaine N. Aron ist US-amerikanische Psychotherapeutin in eigener Praxis. Sie ist Bestsellerautorin und gilt als Pionierin auf dem Gebiet der Hochsensibilität. Durch sie wurde die wissenschaftliche Aufarbeitung der Hochsensibilität erstmals eingeleitet, ihre Werke gelten als der Grundstein der HS-Forschung.

Seit einiger Zeit begegnet mir das Thema “Hochsensibilität” immer wieder. Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, dieses Buch zu lesen.

Das Buch ist leicht zu lesen und kurzweilig geschrieben. Es gewährt einen tiefen Einblick in das Leben von Menschen, die hochsensible sind. Man bekommt eine Idee, wie diese Menschen “ticken”. Elaine N. Aron beschreibt ausführlich, welche Schwierigkeiten Hochsensible im Alltag zu bewältigen haben.

Einige Fallbeispiele und therapeutische Gesprächsausschnitte machen das Buch angenehm zu lesen. Die Autorin geht auf die Unterschiede zwischen Mann und Frau ein, Hochsensibilität in der Paarbeziehung und im Arbeitsalltag.

Für die psychotherapeutische Arbeit empfinde ich das Buch etwas zu detailliert. Therapeuten, die ebenfalls Hochsensible sind, werden erfreut sein, sich in dem Text wiederzufinden. Für alle anderen ist es sehr, sehr detailreich. Es werden wenig knappe schnörkelose Konzepte zur Hand gegeben. Die Tipps allerdings, wie man eine angenehme Umgebung schafft, sind sehr nett. Ohnehin sollten Therapeuten für jeden Klienten eine Wohlfühlatmosphäreschaffen, nicht nur für die Hochsensiblen.

Besonders interessant fand ich den im Anhang befindlichen Selbsttest und die Abgrenzung von Hochsensibilität zu psychischen Störungen laut DSM IV.

Empfehlenswert ist das Buch vor allem für Nicht-Therapeuten, die mehr über sich erfahren möchten und für alle, die sich für das Thema interessieren.

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