Interview mit Sandra Cordes – Heilpraktikerin für Psychotherapie in eigener Praxis in Gescher

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Im Oktober 2017 hatten wir die Gelegenheit e,in Interview mit Frau Sandra Cordes zu führen. Sie arbeitet in eigener Praxis als Heilpraktikerin Psychotherapie und Systemische Therapeutin im Ärztehaus in Gescher bei Coesfeld und Stadtlohn. Das Interview gibt Einblick in die Arbeit eines Heilpraktiker für Psychotherapie:

Sie arbeiten als Heilpraktikerin für Psychotherapie in eigener Praxis. Damit wir einen Eindruck von Ihrer Arbeit bekommen … Wie sieht ihr typischer Tagesablauf im Hinblick auf Ihre Arbeit aus?

“Spätestens eine Stunde vor dem 1. Termin bin ich in der Praxis. Dann beantworte ich E-Mails und eingegangene Anrufe. Falls es am Vortag zu spät wurde, mache ich die Doku für die Termine des vorangegangenen Tages. Dann bereite ich mich auf die kommenden Termine vor: worum ging es?  Was ist der nächste Schritt? Gesprächstermine für Jugendliche dauern 45 Minuten, Einzelgespräche für Erwachsenen 60 Minuten und für Familien und Paar plane ich 120 Minuten ein. Zwischen den Terminen regele ich alle anfallenden Aufgaben: Rechnungen schreiben, Banksachen, Homepage pflegen etc.”

Können Sie etwas über Ihren beruflichen Werdegang sagen? Wie und warum haben Sie angefangen sich mit Psychologie und Psychotherapie zu beschäftigen?

“Mein Job als kaufmännische Angestellte wurde für mich zunehmend unbefriedigend. Das menschliche Miteinander und warum Menschen tun, was sie tun hat mich schon immer fasziniert. Die Ausbildung zur Heilpraktikerin Psychotherapie ließ sich wunderbar berufsbegleitend einrichten. Geplant war, aus meinem bisherigen Job langsam auszusteigen und in die Psychotherapie langsam einzusteigen. Dann musste die Firma Insolvenz anmelden und ich habe den Sprung 2012 in die Selbstständigkeit gewagt.”

Welche Ausbildung/en haben Sie gemacht? Wie viel Zeit mussten Sie für die Ausbildung/en aufwenden?. War es schwer, die Prüfungen zu bestehen?

“Meine Ausbildungen: Heilpraktikerin Psychotherapie, Systemische Familientherapie, Klientenzentrierte Gesprächstherapie, Rational Emotive Verhaltenstherapie, Kauffrau im Gesundheitswesen.

2008 habe ich die psychotherapeutische Ausbildung begonnen. Die Fachkunde zum HP fand zu 80 % im Eigenstudium statt, ca. 10 – 20 Std. pro Woche. Die Prüfung war im April 2010. Die Ausbildung zur Kauffrau Gesundheitswesen habe ich 2010 in Vollzeit begonnen und 2012 abgeschlossen. Die gesprächstherapeutischen Kurse fanden meist an den Wochenenden statt.

In die Prüfung sollte man gut vorbereitet gehen. Der Stoff ist umfangreich und in unterschiedlichen Kreisen werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt.”

Wie verlief dann der Start in Ihr Berufsleben und in die Selbstständigkeit? Sind dafür auch viele Anmeldungen bei Behörden notwendig?

“Im Gegensatz zu vielen Kollegen, hatte ich das Glück, von Beginn an Klienten zu haben. Trotzdem ist es angeraten, sich für die ersten Jahre finanziell abzusichern. Ich habe einen Existenzgründerkredit bekommen.

Zum Start genügt ein Anmeldung beim zuständigen Gesundheitsamt.”

Was war ein “Highlight” in Ihrer beruflichen Tätigkeit als Psychotherapeutin? Gab es besondere Momente, Arbeitsergebnisse oder Ereignisse?

“Die schönen Momente in meiner therapeutischen Tätigkeit sind die „Aha-Erlebnisse“ bei den Klienten. Und das ganz besondere Highlight ist immer, wenn ein Klient am Ende der Therapie aus tiefem Herzen „Danke“ sagt.”

VIelen Dank für das Interview!

Als Ergänzung hier noch drei Links: Autoren-Profil von Sandra Cordes , Website ihrer Praxis sowie ein Video, in dem sich Frau Cordes mit dem Angebot ihrer Praxis vorstellt: