Morbus Chron – Psychotherapie kann helfen

0

Was ist Morbus Chron?

Wer diese Diagnose vom Arzt gestellt bekommt, muss sich auf eine lebensbegleitende Erkrankung einstellen. Es ist eine chronische Entzündung des Verdauungstrakts. Sie tritt in Schüben auf und kann den gesamten Magen-Darm-Trakt betreffen (von der Mundhöhle bis zum After) oder aber auch nur Teilabschnitte des Darms befallen. Allerdings tritt diese Erkrankung am häufigsten im Bereich des Übergangs vom Dünn- in den Dickdarm auf. Symptome wie immer wiederKehrender Durchfall, krampfartige Bauchschmerzen, ähnlich wie „Blinddarmschmerzen“ lassen die Vermutung aufkommen, eventuell an Morbus Chron erkrankt zu sein. Diagnostiziert wird diese Erkrankung anhand von ärztlichen Untersuchungen wie z. B. Darmspiegelung, Röntgenbilder, Ultraschall und Laborberichte.

Die Ursachen für diese nicht vollständig zu heilende Krankheit sind noch unklar, doch gibt es Umstände, die die Wahrscheinlichkeit, an Morbus Chron zu erkranken, erhöhen. Verschiedene Umwelteinflüsse wie z. B. das Rauchen oder Schadstoffe werden genauso wie auch eine Veränderung des Immunsystems und eine ungünstige Ernährung (hoher Zuckerver-brauch, ungenügende Zufuhr von Ballaststoffen) in Erwägung gezogen.

Aber auch die Auswirkung von psychischen Aspekten wie Stress, Überforderung und Ängste spielen vermutlich eine Rolle. Lange wurde an einem Zusammenhang zwischen einer Erkankung an Morbus Chron und der Psyche nicht geglaubt. Inzwischen sind so manche Wissenschaftler und Mediziner nun doch der Meinung, es könne eine Verbindung geben.

Der Kreislauf – Psychotherapie kann helfen

Wurde ersteinmal die Diagnose gestellt, ändert sich das Leben des Betroffenen in jeder Hinsicht. Ganz davon abgesehen, sich in ärztliche Behandlung zu geben und die Symptome der Erkrankung durch Medikamente und eventuell sogar einer OP zu lindern, weiterhin aber mit den Schmerzen der Schübe und des insgesammt geschwächten körperlichen Allgemein-befinden auskommen zu müssen, kommt noch die psychische Verfassung hinzu. Probleme wie z. B. das ständige Vorhandensein einer Toilette im Falle eines Schubes, die Angst vor einem erneuten Schub, der sich nicht ankündigt, das „sich nicht so bewegen können“ durch die Schmerzen, Existenzängste (Verlust des Arbeitsplatzes durch Schamgefühl Kollegen gegenüber, Veränderungen im Familienzusammenleben ebenfalls durch Befangenheit) schränkt das Leben der Erkrankten sehr ein. Sie „ziehen sich zurück“, und die Gefahr besteht, zusätzlich noch an einer depressiven Verstimmung wenn nicht sogar an einer Depression zu erkranken. Das wiederum bedeutet, dass sich das Krankheitsbild bezüglich Morbus Chron verschlechtert. So entsteht ein teuflischer Kreislauf.

Deshalb ist eine Psychotherapie eine geeignete Maßnahme für Betroffene, sich mit den psychischen Konflikten auseinanderzusetzen und so gestärkt besser mit der Krankheit leben zu können. Dies dient auf jeden Fall einem besseren Verlauf einer entzündlichen Darmer-krankung wie Morbus Chron.