Verkehrspsychologische Beratung – MPU

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Eine verkehrspsychologische Beratung ist grundsätzliche eine freiwillige Beratung die mit einem professionellen Berater (häufig ein Psychologe) stattfindet. Ziel des Gespräches ist es ein Fehlverhalten zu erkennen, zu analysieren und zu beseitigen. Wer erfolgreich an einer solchen Beratung teilnimmt muss mit etwa 3-4 Beratungsgesprächen rechnen die am Ende mit einer Teilnahmebestätigung quittiert werden. Hiermit ist es möglich 2 Punkte Abzug in Flensburg zu erhalten.

Vor Beginn einer verkehrspsychologischen Beratung ist es notwendig dem Berater einen Auszug aus dem Verkehrszentralregister des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg vorzulegen. Mit diesem Auszug kann sich der Berater bereits ein Bild der Problematik schaffen und einen guten Einblick in das Verhalten erarbeiten. Die Beratung selbst findet absolut anonym statt. Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden an keinen Dritten weitergeleitet. Die Gespräche sind vertraulich und unterliegen der beruflichen Schweigepflicht der sich jeder Psychologe unterwirft. Nach erfolgreichem Abschließen der verkehrspsychologischen Beratung erhält der Teilnehmer eine Teilnahmebescheinung. Jene kann dann bei der Fahrerlaubnisbehörde vorgelegt werden, nach eingehender Prüfung erhält man dann 2 Punkte Abzug in Flensburg.

Arndt Himmelreich gibt beim WDR in diesem Youtube Video einen interessanten Einblick in seine Arbeit als Verkehrspsychologe:

Wie die Gespräche selbst ablaufen hängt zu großen Teilen davon ab, welche Hilfestellung sich der Hilfesuchende wünscht. Grundsätzlich wird gemeinsam die Vorgeschichte und das Fehlverhalten analysiert. Dies geschieht auf einem wahrheitsgemäßen und dennoch neutralen Niveau, niemand möchte hier urteilen, es geht ausschließlich darum aktives Fehlverhalten zu erkennen, zu analysieren und es dann möglichst schnell und grundlegend zu entfernen. Damit Fehlverhalten sich nicht manifestiert und mit positivem gegenlenken ausgelöscht wird. Die Frage nach dem „Warum?“ ist in der verkehrspsychologen Beratung zu jeder Zeit präsent und immer wiederkehrendes Thema der Gespräche. Wenn die Problematik analysiert werden kann, dann versucht der Berater gewisse Lösungswege aufzuzeigen, wie man das bekannte Problem vermeiden, beheben oder auch ausgrenzen kann. Ziel ist es das Fehlverhalten aus dem persönlichen Verhalten zu entfernen und so dafür zu sorgen dass der Hilfesuchende zukünftig ohne weitere Probleme verkehrstüchtig ist und vor allem keine Gefahr für sich oder andere darstellt. Die Beratung selbst obliegt jedoch keinem übergeordneten Ziel. Es gilt nicht zu bestehen. Da die Beratung selbst auf freiwilliger Basis stattfindet steht jedem frei inwieweit die Hilfestellungen angenommen werden oder nicht. Es ist auch nicht auszuschließen dass erkennbares Fehlverhalten innerhalb der relativ überschaubaren Beratungsgespräche wirklich ausreichend besprochen werden kann. Im Anschluss an die Beratung ist es möglich eine anderweitige Behandlung aufzunehmen um die Behandlung dann auf professioneller Ebene fortzusetzen und so effektiv zu bearbeiten. Hierfür eignen sich beispielsweise Psychologen – mit den bereits erarbeiteten Erkenntnissen kann man hier eventuelles Fehlverhalten auf lange Sicht behandeln.